Sicherheit und Echtheit von Produkten sind für Kunden zu ausschlaggebenden Kaufkriterien geworden. Kunden benötigen Gewissheit, dass Sie Qualitätsprodukte liefern und keine gefälschten Produkte. Das gelingt nur mit lückenloser Transparenz und Rückverfolgbarkeit der Lieferkette. Dank gemeinsamer Standards und Richtlinien für die Agrarchemie-Branche wird Ihre Supply Chain mithilfe modernster Lösungen und Technologien für Serialisierung und Aggregation agiler und kosteneffizienter. Dies ermöglicht ein umfassendes Qualitätsmanagement in der gesamten Lieferkette, was wiederum das Vertrauen in Ihre Marke stärkt.
Bewältigung einer komplexen Logistik in einem anspruchsvollen Wettbewerbsumfeld
Harmonisierung und Transparenz sind die besten Strategien, um Ihre internen Supply Chain-Prozesse zu optimieren und zugleich die Rückverfolgbarkeit bis hin zu den Endkunden zu gewährleisten. Immer mehr Kunden verlangen Herkunfts- und Echtheitsgarantien der Produkte, die sie kaufen. Das trifft zweifellos auch auf Pflanzenschutz und Saatgut zu.
Gefälschte Produkte sind gefährlich für die Verbraucher und illegale Vertriebskanäle sind hartnäckig. Nach Schätzungen von Phyteis sind 14 Prozent der Pestizide auf dem europäischen Markt gefälscht oder illegal1. Darum ist es so wichtig, dass Agrarchemie- und Pflanzenschutzhersteller gegen diesen unlauteren Wettbewerb vorgehen. Das gelingt ihnen am effektivsten, indem sie transparente Informationen über ihre Produkte auf dem Weg durch die gesamte Logistikkette erfassen und austauschen. Dies erfordert einen nächsten Schritt in der Rückverfolgbarkeit: die Einführung der CRISTAL-Standards.
CRISTAL-Standards für Traceability
Zur Förderung lückenloser Transparenz und Sicherheit in der Lieferkette hat CropLife International, der internationale Handelsverband agrochemischer Unternehmen, eine Reihe von Best Practices zur Kommunikation verlässlicher Informationen und Standards für Landwirtschaft und Logistik (Communicate Reliable Information and Standards To Agriculture and Logistics, abgekürzt CRISTAL) entwickelt.
Dieses freiwillige System schlägt eine standardisierte elektronische Sprache für die Agrarindustrie vor, um Datenaustausch und Interoperabilität zwischen Logistikpartnern zu optimieren.
Dank detaillierter Identifizierung von Produkten, Kisten und Paletten wissen Sie so jederzeit, wo sich Ihre Produkte befinden. Das gilt auch beim Auspacken und erneuten Verpacken in der weiteren Logistikkette.
Mit der Einführung der bewährten Lösungen für Traceability nach CRISTAL gewinnt Ihre Supply Chain an Agilität. Dieser Standard ermöglicht ein umfassendes Qualitätsmanagement, reduziert menschliche Fehler, beugt dagegen vor, dass Produkte auf dem Vertriebsweg das Verfalldatum überschreiten, ermöglicht geringere Vorräte und vieles mehr. Sollte dennoch etwas schiefgehen, werden Rückrufaktionen, Umetikettierung und die Rücknahme vom Markt einfacher. Dies senkt am Ende die Produktions- und Arbeitskosten.
Lückenlose Rückverfolgbarkeit ist auch für landwirtschaftliche Betriebe hilfreich, damit sie ausschließlich zugelassene Pflanzenschutzmittel verwenden. Dies ist eine unerlässliche Voraussetzung für die Herstellung sicherer und gesunder Lebensmittel. Gefälschten Produkten wird so auf dem Markt der Boden entzogen. Dadurch schützen wir nicht nur den Ruf der Agrarindustrie, sondern gewährleisten auch, dass die Ernten für Verbraucher sicher und gesund sind.
Und darauf kommt es schließlich an.
Konforme digitale Identifizierung in der gesamten Logistikkette: Wie funktioniert das?
Eine effiziente Rückverfolgbarkeit beginnt mit der konformen und digitalen Identifizierung, die die Grundlage für einen durchgehend sicheren Track & Trace-Prozess bildet. Die Serialisierung ist eine wichtige Option, um die Transparenz in der gesamten Lieferkette zu verbessern und Fälschungen oder Parallelmärkte zu bekämpfen. Sie ermöglicht die anschließende Aggregation und schafft Hierarchien zwischen serialisiertem Inhalt und dem jeweiligen Behälter.
Bei jedem Ereignis entlang der Logistikkette werden die Identifikatoren gescannt, um den Status des Produkts im gemeinsam genutzten Informationssystem in Echtzeit zu aktualisieren.
Die CRISTAL-Standards für Identifizierung und Serialisierung basieren auf den internationalen GS1-Standards für die bidirektionale Kommunikation mit allen Beteiligten in der Supply Chain. Für eine problemlose Verarbeitung sollten die Identifikatoren der Einheiten für Mensch und Maschine gleichermaßen lesbar sein.
„Mit den CRISTAL-Standards wird die Serialisierung derzeit als optimale Methode vorgeschlagen, um die Rückverfolgbarkeit auf der feinsten granularen Ebene (Ebene der Verbrauchereinheit) zu gewährleisten. Einige Länder, wie die Türkei oder Australien, haben bereits die Serialisierung importierter Pflanzenschutzmittel vorgesehen. Sie sind Vorreiter für strengere Auflagen, die die Unternehmen der Agrarindustrie unter hohen Druck setzen, alle gesetzlichen Vorgaben zu erfüllen. Eine Investition in eine skalierbare Lösung für eine verbesserte Rückverfolgbarkeit ist deshalb eine Garantie für eine zukunftssichere Lieferkette, wie es Adama, Corteva und Phyteurop bereits getan haben.“
Jean-Pierre Mouly, Business Consultant, Zetes
Skalierbare zukunftssichere Rückverfolgbarkeitslösungen
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass eine vernetzte, reaktionsfähige Supply Chain heute unverzichtbar ist. Doch nicht alle Logistikpartner verfügen über die nötige Software und Hardware oder über die erforderlichen finanziellen Mittel, um die CRISTAL-Standards voll und ganz zu erfüllen. Es ist jedoch möglich, die Umsetzung der CRISTAL-Standards stufenweise umzusetzen.
Mit skalierbaren und kosteneffizienten Strategien können Sie die Funktionalität Ihrer bestehenden Systeme erweitern. So ersparen Sie sich den Aufwand für umfangreiche, kostspielige Modernisierungsmaßnahmen. Unser Rat: Denken Sie groß, aber fangen Sie klein an und skalieren Sie parallel zum Bedarf hoch.