Herausforderung
- Hoher Kontrollaufwand für selbst bestückte Paletten mit bis zu 128 Kartons im Hinblick auf Artikel- und Chargenreinheit inklusive Datenabgleich mit dem ERP-System
Ergebnisse
- Zeitersparnis pro kontrollierter Palette
- Weniger Personalaufwand durch Automatisierung
- Sichere Prozesse durch automatisierten Datenabgleich
- Höhere Mitarbeiterzufriedenheit
- Kein Schulungsaufwand
Jagdwurst, Kassler oder Bierschinken: diese und andere kulinarische Spezialitäten findet man nicht nur bei traditionellen Metzgereien, sondern auch in den Frischetheken der Supermärkte und Discounter. Hygienisch in Kunststoffschalen verpackt steht die Ware griffbereit im Regal. Ihre Herkunft liegt in vielen Fällen in der niedersächsischen Gemeinde Garrel. Dort betreibt die Goldschmaus Gruppe einen der größten deutschen Schlachthöfe. Die hier produzierten Fleisch- und Wurstwaren werden weltweit vermarktet, wobei die gesamte Wertschöpfungskette QS-geprüft ist. Ein nachhaltiges Monitoring sorgt zudem für die Rückverfolgbarkeit von Tieren und Futtermitteln. Gesamtbetriebsleiter Tim Buddemeyer hat vor diesem Hintergrund auch den Pack- und Einlagerungsprozess exakt strukturiert – und der läuft so:
Die für den SB-Bereich bestimmten Produkte werden in bis zu acht Einheiten in Kartons zusammengefasst und etikettiert. 32 bis 128 solcher Kartons bilden schließlich eine artikel- und chargenreine Palette, die von mehreren Mitarbeitenden minutenschnell gepackt wird. Angedient werden die Kartons über eine Rollenbahn, mit der die Ware vollautomatisch aus der Produktionsstrecke befördert wird.
Im nächsten Schritt wird kontrolliert, ob sich auf der Palette auch durchgehend die richtige Ware aus einer einheitlichen Charge befindet. Dafür müssen die Barcodes aller Kartons gescannt und mit den im ERP-System hinterlegten Daten abgeglichen werden. Die Etiketten sind überwiegend mit einem Datamatrix Code ausgestattet. Parallel wird die Palette gewogen und das Ergebnis mit dem errechneten Gewicht verglichen.
Was nach einem hohen manuellen Aufwand klingt, dauert bei Goldschmaus nur noch wenige Sekunden. Schließlich hat das Unternehmen in die smarte Automatisierungslösung ZetesMedea ImageID investiert. „Zetes hat sofort verstanden, worauf es uns ankommt und hat uns eine passende Lösung präsentiert“, erinnert sich Geschäftsführer Dennis Burke und ergänzt: „Durch ZetesMedea ImageID haben wir die Sicherheit und Qualität der Kontrollprozesse maximiert. Statt zwei bis drei Mitarbeiter bindet der Vorgang nur noch eine Arbeitskraft, wodurch wir unsere Personalkapazitäten noch effizienter einsetzen können. In weniger als zwei Jahren wird sich die Anschaffung amortisiert haben.“
Jetzt muss ein Mitarbeiter die Palette nur noch auf einen mit Wiegezellen ausgestatteten Drehteller fahren, der sich zwischen zwei Zetes ImageID-Kameras befindet. Der Drehteller ist Bestandteil eines Palettenwicklers, dessen Funktion unabhängig vom ImageID System genutzt werden kann. Zu den weiteren Elementen gehören eine Signal-Ampel sowie eine Arbeitsstation mit einem mobilen Scanner, Etikettendrucker und Monitor. Dessen Bildschirm zeigt die webbasierte und bedienerfreundliche Benutzerschnittstelle (Web UI) von ZetesMedea.
„Durch ZetesMedea haben wir einen nicht manipulierbaren Prozess und unser Null-Fehler-Ziel erreicht. Wir sind über das Gesamtergebnis sehr erfreut.“ Tim Buddemeyer, Gesamtbetriebsleiter Goldschmaus Gruppe
Nach dem Abstellen der Palette zwischen den beiden Kameras startet der Mitarbeiter den Scan-Prozess durch einen Seilzugschalter. Jetzt startet der Scanvorgang, während gleichzeitig das Gewicht der Palette ermittelt und mit allen erforderlichen Informationen an das ERP-System übermittelt wird. Nach wenigen Sekunden erscheint am Monitor das grafisch aufbereitete Ergebnis. Wenn alles passt, zeigt auch die Ampel grünes Licht. Jetzt tritt der Etikettendrucker in Aktion, der mit ZetesMedea automatisch ein Summenlabel generiert. Nachdem dieses auf der Palette fixiert wurde, steht der Einlagerung in eine Verschieberegalanlage nichts mehr im Wege. Dort wartet die Ware auf den Abverkauf.
Springt die Ampel nicht auf grün, liegt das in vielen Fällen an einem nicht einheitlich ausgerichteten Packschema der Kartons auf der Palette. Bei Bedarf muss die Palette dann für einen zweiten Scan via Drehteller um 90 Grad gewendet werden. Falls bei den Scanvorgängen einzelne Barcodes nicht erkannt wurden – weil sie beispielsweise beschädigt oder verdeckt waren – springt die Ampel auf Rot. In diesen seltenen Fällen werden die betroffenen Kartons auf dem im Web UI gezeigten Bild der Palette farblich markiert. Damit erhält der Mitarbeiter eine optische Hilfestellung und kann die fehlenden Informationen gezielt und ohne langes Suchen korrigieren und mit dem manuellen Scanner nacherfassen. Nach dem Beheben der Fehler wird der Vorgang wie oben beschrieben beendet. Der Ablauf ist derart selbsterklärend und intuitiv begreifbar, dass die Mitarbeiter nicht extra geschult werden mussten.
„Durch ZetesMedea haben wir einen nicht manipulierbaren Prozess und unser Null-Fehler-Ziel erreicht. Wir sind über das Gesamtergebnis sehr erfreut“, bringt es Buddemeyer auf den Punkt. Goldschmaus verfügt mittlerweile an den Standorten Garrel und Oldenburg über drei ähnliche Installationen von ZetesMedea ImageID (mit und ohne Drehteller). Neben Kartonware werden damit lebensmittelechte Euro-Norm-Behälter aus HDPE gescannt. Diese Mehrwege-Pool-Kisten verfügen über einen separaten Code, der von ZetesMedea ImageID ebenfalls ausgelesen und mit dem Produkt-Code verheiratet wird.
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Über Goldschmaus
Goldschmaus ist einer der führenden Fleischproduzenten in Deutschland und bündelt alle Schritte der Rind- und Schweinefleischproduktion unter einem Dach. Die an den Standorten Garrel und Oldenburg hergestellten Fleisch- und Wurstspezialitäten mit garantiert deutscher Herkunft werden weltweit vermarktet. Pro Monat werden bis zu 8.400 Paletten mit tiefgekühlter Ware abgerufen.
Die Goldschmaus Gruppe beschäftigt rund 2.100 Mitarbeitende, die einen jährlichen Umsatz von 727 Mio. EUR erwirtschaften. Pro Jahr schlachtet Goldschmaus 1,7 Mio. Schweine und zerlegt 90.000 Rinder. Ein Großteil der Transporte wird mit 42 eigenen Kühlfahrzeugen und 21 Viehfahrzeugen durchgeführt.